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Taktstockübergabe |
Michael Zeh, der seit gut acht Jahren als Dirigent den Musikverein Weißbuch leitete, hatte im Herbst 2009 das
Amt aufgegeben. Er hatte sehr kurzfristig eine Stelle als Musiklehrer erhalten und damit war der zeitliche
Aufwand, den das Dirigat beim MV Weißbuch erfordert, nicht mehr unterzubringen.
Der Musikverein hat sich sofort um einen Nachfolger bemüht, der auch in der Person des Thorsten Halder recht
zügig gefunden werden konnte.
Am 18. April 2010 erfolgte nun die feierliche Übergabe des Taktstockes von Michael an Thorsten.
Nach dem ersten Stück unter Michael berichtet dieser über die vergangenen acht Jahre beim Musikverein Weißbuch:
Auf Grund eines Versäumnisses bei der Anmeldung von Jungmusikern zu den D-Lehrgängen wurde nach Plätzen beim
Nachbarverband Ludwigsburg Ausschau gehalten und so begegneten ihm einige Jungmusiker des Vereins, die von der
Suche nach einem Dirigenten berichteten. Da Michael zu dem Zeitpunkt eh nach einem Verein Ausschau hielt, konnte
er sich auf die Stelle bewerben.
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Nach einem ersten Treffen mit dem Vorstand, einer anschließender Vorstellungsrunde beim Vereinsausschuß und einem
Probedirigat stand seinem Angagement nichts mehr im Wege!
Als erstes Ziel stand im darauffolgenden Januar ein Konzert an. Michael berichtete von einem schwierigen Weg am
Anfang, denn einige der älteren Musiker nahmen den Dirigentenwechsel zum Anlass, mit dem aktiven Musizieren
aufzuhören. So war die Besetzung nicht mehr ganz optimal und hatte zeitweise einige Lücken, auch die Literaturumstellung brachte anfangs einige
Probleme mit sich. Im Rückblick muss man aber sagen, dass der gegangene Weg gut und richtig war. So ist heute
die Weißbucher Musik sehr breit aufgestellt, erfolgreich und hat Anhänger weit über die Berglen hinaus.
Michael bemühte sich um die Förderung der Ausbildung, er übernahm auch die Leitung der Jugendkapelle. Erstmals
kamen die Querflöten in die Kapelle und er sorgte dafür, dass mittelfristig die einzelnen Register ausreichend
und einigermaßen gleichmäßig besetzt waren. Dank dem großen Interesse der Jugend an einer Ausbildung beim Verein
konnte dies auch gut bewältigt werden. Besonders freute ihn, dass die Jugendkapelle auch eigene Auftritte gestalten
konnte und zweimal an Wertungsspielen mit gutem Erfolg teilnahm. Er empfahl, weiterhin die Kooperation mit der
Bläserklasse der Hauptschule Oppelsbohm zu pflegen und zu festigen. Besonderer Dank galt den in der Zeit aktiven Jugendleiterinnen,
die ihn immer sehr hilfreich unterstützen.
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Michael ließ einige Highlights der vergangenen acht Jahre nochmals Revue passieren. So betonte er z.B. die
Siege bei den beiden Stimmungswettbewerben in Tamm, die nicht zuletzt auch von dem überdurchschnittlichen Engagement von
Musikern und Vereinsfreunden, durch Ideen von Vielen und durch die liebevolle Ausgestaltung von Details für diese und andere
Auftritte geprägt waren. Solche Dinge heben den Musikverein Weißbuch von vielen anderen Vereinen ab.
Obwohl ihm die Entscheidung, das Dirigat bei uns aufzugeben, sehr schwer gefallen ist, hat er in dem vergangenen halben Jahr
erkannt, dass sie richtig war. Er unterrichtet jetzt über 70 Schüler in Sachen Musik, leitet einige Bläserklassen
und hat nun gelegentlich auch einmal ein freies Wochenende.
Etwas wehmütig gestand er, dass er seinen Musikverein Weißbuch doch immer wieder sehr vermisst. Michael ist und
bleibt Mitglied des Vereins und versprach, wann immer es möglich ist, uns bei Auftritten und Festen zu besuchen.
Abschließend wünschte er dem Verein für die Zukunft eine gute Hand und viel Erfolg und hofft, dass das, was den MV
ausmacht und auch von vielen anderen unterscheidet, erhalten bleibt und weiter ausgebaut wird. Er bedankt sich
auch bei Ingo Scherhaufer, der kurzfristig für die Übergangszeit die Leitung der Kapelle übernahm.
Während seinem letzten Stück mit dem MV, dem "Böhmischen Traum", das auch eines der ersten war, übergab er seinem
Nachfolger, Thorsten Halder, den Taktstock. Er wünscht ihm sehr viel Erfolg für die neue Aufgabe.
Armin lobte die Arbeit von Michael. Der Verein ist stark gewachsen, die Literatur ist vielseitiger geworden, die
musikalische und klangliche Qualität verbesserten sich deutlich. So trugen vor Allem die großen Feste die
Handschrift von ihm, ebenso die beiden erfolgreichen Auftritte bei den Stimmungswettbewerben und nicht zu
vergessen, den hohen Anteil an organisatorischer Leistung von Michael bei der Konzertreise nach Südkorea 2005.
Armin überreichte als großes Dankeschön an Michael mehrere Geschenke, darunter auch einen Dämpfer für seine Posaune
(noch in Form eines Gutscheines) und das Kartenspiel 'Rage'. Vizevorstand Bernd Holzwarth übergab ihm ein von den
Aktiven signiertes Buch mit dem Titel 'Der kleine Prinz'. Gerade die positive Geschichte des Buches passt perfekt
zu so einem positiven und tollen Menschen, wie Michael es ist - so die begleitenden Worte von Bernd.
Armin wünschte ihm für seine Zukunft als Diplom-Musikleher und auch im privaten Leben viel Glück und Erfolg,
verbunden mit den Wünschen, ihn immer wieder zu treffen und sich nicht aus den Augen zu verlieren!
Thorsten Halder dirigierte nun einige Stücke mit seinem neuen Verein und nahm zwischendurch die Gelegenheit war,
einige Worte an das Publikum zu richten. Obwohl er erst seit knapp drei Monaten die Proben leitete, bezeichnete
er die Aktiven bereits als 'fantastischen, liebevollen Haufen', auch deshalb, weil Michael eine hervorragende Arbeit
geleistet hatte und eine gute Truppe hinterließ.
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Bis November letzten Jahres waren ihm Berglen und auch Weißbuch überhaupt kein Begriff, was für einen Badener
auch nicht verwunderlich ist. Bei einem ersten Treffen mit dem Vorstand Armin informierte er sich über den
Verein, studierte gründlich unsere Homepage und wurde sehr schnell zu einem Probedirigat eingeladen.
Den Vereinsverantworlichen und den Musikern fiel die Entscheidung nicht schwer: einige Tage später, spät
abends um 23:48 Uhr (so Thorsten, er saß gerade bei McDonalds) kam der Anruf mit dem positiven Entscheid!
Thorsten nannte noch einige Details zu seiner Person: er kommt aus Offenburg, lebt seit 2005 (der Liebe wegen)
in Stuttgart, und hat Bankkaufmann gelernt und arbeitet jetzt in einem mittelständischen Unternehmen. Er ist
verheiratet und hat zwei Kinder, Momo und Joscha. Für seinen musikalischen Werdegang verwies er, um die Rede
nicht zu lange werden zu lassen, auf die Daten auf unsere Homepage.
Er brachte am Schluß zum Ausdruck, dass er sich auf die zukünftige Arbeit mit dem Verein freut, und betonte,
dass er jeglicher Kritik aufgeschlossen ist.
Bereits bei diesem ersten Auftritt von Thorsten mit dem Verein ist deutlich geworden, dass wir sehr froh sein
können, ihn als neuen musikalischen Leiter gewonnen zu haben. Gerade auch seine offene und unterhaltsam lockere
Art in der Moderation wird uns weiter positiv begleiten.
Er beendet seine Ausführungen mit dem Dank an Michael für das, was dieser musikalisch hinterlassen hat, an Ingo
für die Überbrückung der letzten Monate und für seine sehr tolle Aufnahme durch die Musiker im Verein und für
das Vertrauen, das Musiker und Publikum in ihn setzen.
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Nach einigen weiteren Musikstücken aus dem breit gefächerten Repertoire ergriff unser Ehrenvorsitzender Martin
Jeutter das Mikrofon:
"Ein 'Böhmischer Traum' geht zu Ende" so Martin zu Michael. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er noch
einige Jahre mit Michael musizieren durfte und dankte ihm für seinen 100%en Einsatz durch die Übergabe eines
40%en Getränkes. Michael möge Weißbuch gut in Erinnerung behalten! Auch an den neuen
Dirigenten ging mit einem Augenzwinkern ein 40%er, verbunden mit dem Wunsch, dass auch Thorsten 100% an Leistung
abliefern möge.
Beim anschließenden Stehempfang gab es genügend Zeit, um sich über Vergangenes und die Zukunft auszutauschen.
Wir sind überzeugt, dass wir mit Thorsten Halder die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt haben und wünschen
ihm und uns eine gute Zusammenarbeit und viel Erfolg!
Lesen Sie dazu auch den Zeitungsbericht,
der am 29.4.2010 in der Winnender Zeitung und in den Schorndorfer Nachrichten erschienen ist
(mit freundlicher Genehmigung der Lokalredaktion Winnenden).
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