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[Die Schlittenfahrt]
[Der Bass]
Die Schlittenfahrt
Eine Erzählung aus der guten alten Zeit
Es war im Winter, mitten in der Woche, als es einigen Aktiven und sonstigen Bürgern einfiel, mit Pferdeschlitten eine Ausfahrt zu machen. Das Wetter war klar und kalt, der Schnee lag ziemlich hoch. Drei bis vier vollbesetzte Schlittengespanne setzten sich in Bewegung.
Als erstes Ziel wurde die "Krone" in Buhlbronn angesteuert. Dort wurde gegen die Kälte von innen eingeheizt und nach kurzer Zeit fingen die Musikanten auch schon an zu spielen. Für ihre gute Unterhaltungsmusik wurden sie von den anwesenden Gästen gleich mit Wein und derlei Getränken bedacht. Als die Pferde keine Ruhe mehr gaben, wurde die Fahrt nach Schornbach fortgesetzt und man landete im "Lamm". Von dort aus fuhr auf Vorschlag von Julius Schniepp die ganze Meute in die "Krone" nach Mannshaupten. Nach dem Besuch dieser Gaststätte waren schon alle derart in Stimmung, dass sie in der Weinseligkeit gar nicht ans heimgehen dachten, sonden durch den Wald in Richtung Hößlinswart weiterfuhren. Zwischenzeitlich war es Nacht geworden und man hätte doch ans Heimgehen denken sollen, aber die Gaststätten in Steinach luden erneut zur Einkehr ein. So wurde es ziemlich spät bis man den "Adler" in Ödernhardt erreichte. In Ödernhardt brach man erst lange nach Mitternacht auf, um durch den Wald in Richtung Weißbuch den heimatlichen Gefilden näher zu kommen. Bis sich die Kutscher nach ihren Leuten umschauten, waren diese bereits alle auseinandergelaufen und so mussten die Pferdeschlitten leer nach Hause fahren. Wie die einzelnen Musiker nach Hause kamen, wird man wohl nie erfahren. Wie man aber nachträglich hörte, hatte der Schlagzeuger unterwegs seine Pauke verloren. Der nachfolgende Bassist war in der Dunkelheit darübergefallen und wurde so auf den verloren gegangenen Gegenstand aufmerksam.
Quelle: Festschrift zum 50jährigen Vereinsjubiläum im Juli 1971
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